Politischer Aschermittwoch - Wir waren dabei!

24.02.2013 – 

Politischer Aschermittwoch der FREIEN WÄHLER vor 1.500 Besuchern auch (J)FW aus Coburg und Lichtenfels waren mit von der Partie - Aiwanger: „Die Menschen haben eine bessere Regierung verdient!“

Deggendorf (M.H.) „Wir sind der Garant der bürgerlichen Mitte. Wir machen Politik mit gesundem Menschenverstand. Und wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und mitzuregieren – allerdings nicht um jeden Preis.“ so Hubert Aiwanger, der Bundes- und Landesvorsitzende der FREIEN WÄHLER beim Politischen Aschermittwoch in der Deggendorfer Stadthalle. Schwarz-Gelb sei ausgebrannt, politikunfähig und bei wesentlichen inhaltlichen Fragen zerstritten. „Die Menschen haben eine bessere Regierung verdient“, rief Aiwanger unter dem lautstarken Beifall der 1.500 Besucher. Auch eine Gruppe der Kreisvereinigungen der Freien Wähler Coburg und Lichtenfels war unter den Zuhörern. Gut 20 Interessierte hatten den langen Weg nach Deggendorf gerne auf sich genommen, um den Reden von Aiwanger, Werhahn und den anderen hochkarätigen Rednern der Freien Wähler zu lauschen.

Der ländliche Raum müsse gestärkt werden, forderte der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER Bayern. Eine bessere Infrastruktur sei dafür entscheidend, also die Sanierung maroder Straßen und der überfällige Breitbandausbau auf dem flachen Land. „Besonders wichtig ist für die Bürger auch die wohnortnahe Versorgung durch Haus- und Fachärzte“, ergänzte Aiwanger. „Das ist eines unserer zentralen Anliegen.“ Ebenso die Energiewende: „Dieses Thema ist von herausragender Bedeutung für unsere Zukunft. Bürger und Stadtwerke müssen in Zukunft an der Wertschöpfung im Energiesektor hauptsächlich profitieren.“ Daseinsvorsorge muss auch weiterhin fest in der Hand der Kommunen sein, hier ist sie gut aufgehoben! Diese Meinung teilten auch die Anwesenden Kommunalpolitiker aus Coburg und Lichtenfels. "Wir sind froh, dass die Kommunen mit den Freien Wählern im Landtag ein Sprachrohr haben.", so Marc Holland.

Zweiter Hauptredner war Stephan Werhahn, Enkel Konrad Adenauers und designierte Spitzenkandidat der FREIEN WÄHLER für die Bundestagswahl. Er übte scharfe Kritik an der gescheiterten Eurorettungspolitik der Bundesregierung. „Die Bürger und selbst die Parlamentarier werden bei zentralen Fragen mit teilweise dramatischen Folgen gar nicht gefragt. Das kann nicht sein! Wir brauchen Volksabstimmungen zu den wichtigen Fragen Europas.“ Die aktuelle Haftungs- und Schuldenunion sei sicher nicht das, was sich die Menschen unter Europa vorstellten.Werhahn erläuterte auch das Steuermodell der FREIEN WÄHLER, das sich – angelehnt an Professor Kirchhof – viel einfacher und gerechter darstelle als die gegenwärtigen Gesetze. „Zwei Dinge wollen wir vor allem erreichen“, so Werhahn: „Dass der Normalbürger für seine Steuererklärung nicht zwangsläufig einen Steuerberater braucht. Und dass sich Leistung wieder lohnt.“

Prof. Dr. Michael Piazolo, MdL und Generalsekretär der FREIEN WÄHLER in Bayern, nannte in seiner Rede das erfolgreiche Volksbegehren gegen die Studiengebühren ein klassisches Beispiel für die „Politik von unten“, für die die FREIEN WÄHLER stünden. Dass 1,35 Millionen Menschen in Bayern bei Schnee, Eis und Minusgraden in die Rathäuser gepilgert sind, um mit ihrer Unterschrift gegen die Politik der Staatsregierung zu protestieren, sei eine überwältigende Abstimmung mit den Füßen gewesen. Und was auch immer CSU und FDP nun versuchten, um aus ihrer Sackgasse wieder herauszufinden: „Tatsache ist, dass wir die Studiengebühren abschaffen, die die anderen eingeführt haben.“  In einem nächsten Schritt, so Piazolo, müssten nun auch die Kosten der Meisterausbildung gesenkt werden.

Mit der Rede des Landesvorsitzenden der Jungen FREIEN WÄHLER, Christian Hannika, zeigten die FREIEN WÄHLER, dass Sie den politischen Nachwuchs sehr ernst nehmen und auch zu Wort kommen lassen. Dies ist in der Parteienlandschaft nicht selbstverständlich.

Die FREIEN WÄHLER aus Coburg und Lichtenfels, unter Ihnen auch Kreisvorsitzender Christian Gunsenheimer (Weitramsdorf), Bürgermeister Hendrick Dressel (Seßlach), Marc Holland (Ortsvorsitzender Neustadt) und viele andere hörten den Reden aufmerksam zu. Das meiste wurde auch von Ihnen mit viel Applaus bedacht. Besonders im Vordergrund stand an diesem Tag nicht nur die Politik, sondern auch die Gemeinschaft. So wurden wieder viele Kontakte geknüpft und die Mitglieder aus den verschiedenen Ortsverbänden hatten Gelegenheit sich unter einander besser kennen zu lernen. Ein wichtiges Element für eine gute Politik vor Ort!

Die Besucher kehrten mit vielen neuen Informationen zurück in die oberfränkische Heimat. Hier, auf dem Land, ist die Wurzel der FREIEN WÄHLER. Hier werden wir auch im kommenden Jahr zeigen, das wir gute Politik machen können.